Jonathan Safran Foer „Extrem laut und unglaublich nah“

Oskar Blum ist altklug und naseweis, hochbegabt und phantasievoll. Eine kleine Nervensäge, die schon mit neun Jahren eine Visitenkarte vorweist, auf der sie sich als Erfinder, Schmuckdesigner und Tamburinspieler ausweist. Vor allem aber ist Oskar todtraurig und tief verstört. Auch noch zwei Jahre nachdem sein Vater beim Angriff auf das World Trade Center ums Leben kam. Nun will er herausfinden, warum Eli Blum, der ein Juweliergeschäft hatte, sich ausgerechnet an diesem Tag dort aufhielt. Mit seinem Tamburin zieht Oskar durch New York und gerät in aberwitzige Abenteuer.

FAZIT: Das Buch ist spielerisch aufgebaut, es glänzt von Bilder, Zeichnungen, leeren Seiten, Zahlencodes usw., und gleicht ganz einem Daumenkino. Das Buch ist wunderbar verrückt und gleichzeitig sehr traurig! Eine echte Empfehlung!

Veröffentlicht in:  on 6 Juli, 2008 at 10:30 Kommentar schreiben
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Carlos Ruiz Zafón „Der Schatten des Windes“

Daniel, der im grauen Barcelona der Franco-Ära aufwächst, betritt zusammen mit seinem Vater eine geheimnisvolle Bibliothek, den „Friedhof der vergessenen Bücher“. Hier darf er ein Buch auswählen. „Der Schatten des Windes“ ist der Titel, den er sich greift. Der Autor ist ein gewisser Julian Carax. Daniel ist fasziniert von der Geschichte, die er liest. Er macht sich auf die Suche nach dem Autor, möchte mehr wissen über diesen Menschen. Doch was als neugieriges Spiel beginnt, wird rasch zur Bedrohung: Ein Mann mit einer Ledermaske taucht auf. Er ist hinter Daniels Buch her …
Daniels Leben gerät mit den Jahren mehr und mehr in den Bann des mysteriösen Autors, von dem keiner weiß, warum jemand all seine Bücher bis aufs letzte Exemplar zu vernichten sucht. Alle Menschen, denen Daniel begegnet, auch die Frauen, in die er sich verliebt, scheinen nur Figuren in diesem großen Spiel zu sein. Sie alle haben es darauf abgesehen, Daniel in die Irre zu führen. Und eben dadurch gerät er mitten in die abenteuerliche Handlung seines Lieblingsromans; es ist, als ob die vergangene Geschichte sich in seinem eigenen Leben wiederhole, das von den Schatten furchtbarer Ereignisse verdunkelt zu werden droht.
Vor dem Hintergrund eines gespenstisch schimmernden Barcelona inszeniert Zafon einen dicht gewobenen Spannungsroman, der jenseits aller gängigen Romangenres souverän und mit Witz eine fesselnde, packende Geschichte erzählt.

FAZIT: Dieses Buch hat einfach alles, was ein gutes Buch braucht: es ist spannend, die Handlung ist einfach wunderbar und der Autor versteht es auf nahezu einmalige Art und Weise, „Bilder zu malen“ die man als Leser nicht mehr vergisst. ABSOLUT EMPFEHLENSWERT!

Veröffentlicht in:  on 2 Juli, 2008 at 4:24 Kommentar schreiben
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